Hans-Georg Kaiser
Wahres Oho-Märchen

Auf dem Oho-Berge am Oho-Meer
lebte eine Oho-Familie,
die nur aus Oho-Familien-
mitgliedern bestand.
(Außer dem seltsamen Oho-Karl,
der ein Oho-Anarchist war.
Aber den steckten sie
in ein Oho-Irrenhaus,
wo er seine Oho-Neigung
nach ihren Aussagen
angeblich bitter bereute.)
Die Oho-Familie
hatte ein Oho-Schloss
mit soviel Oho-Zimmern,
dass sie sie kaum zählen konnten.
Weil diese Oho-Menschen
so viele Probleme
mit ihren Oho-Besitz hatten,
hatten sie Oho-Diener,
die in dem Oho-Schloss und
in den Oho-Gärten dienten.
Einige arbeiteten in der Oho-Küche,
die wegen ihrer Oho-Größe
sogar Oho-Besucher zum Erstaunen brachte.
Die Oho-Familienmitglieder aßen
aus goldenen Oho-Tellern
äußerst delikate Oho-Leckerbissen
und tranken aus Oho-Gläsern
nur ganz spezielle Oho-Getränke.
Wenn sie einmal mal nicht aßen
oder irgendeinen Oho-Drink tranken,
zogen sie sich in ihre heiligen
Oho-Hallen zurück und beschäftigten
sich mit ihrem Oho-Besitz
und mit ihren Oho-Hobbys.
Und wenn sie einmal einen
freien Oho-Moment hatten,
beispielsweise in einem goldenen
Oho-WC mit goldenen Oho-
Wasserhähnen sitzend,
ärgerten sie sich
über ihre Oho-Untergebenen,
die immer so neidisch waren
und die immer zu hohe Oho-Kosten
verursachten und nicht bereit waren
für ein Oho-Nichts zu arbeiten.
Und wenn sie nicht schon tot sind
oder vertrieben, ärgern sich
die Oho-Familienangehörigen
noch heute über die Oho-Nebenkosten
und zerbrechen sich noch jetzt
den Oho-Kopf darüber,
wie man dennoch Oho-Menschen
schaffen und erziehen könne,
die an Oho-Maschinen arbeiten,
die ohne irgendeine Oho-Energiezufuhr
ununterbrochen tätig sind.
Da läuft eine Oho-Maus.
Das Oho-Märchen
ist leider noch nicht aus.